Gaziantep

In den Südosten der Türkei fahren Sie auf der Transitstraße, die über Gaziantep, Sanliurfa und Mardin nach Syrien und in den Irak führt. Gaziantep liegt 685 km südöstlich von Ankara in einer weiten, fruchtbaren Ebene mit Olivenhainen, Weingärten und Feldern und ist weit über die Landesgrenzen hinaus als Pistazien-Zentrum bekannt. Die Industrie von Gaziantep trägt erheblich zur nationalen Wirtschaft bei.

Die Stadtbefestigung, deren 36 Türme unter Justinian gebaut wurden, ist unter den Seldschuken erneuert worden. Im archäologischen Museum in einer seldschukischen Medresse stehen beachtliche Exponate aus dem Neolithikum, der Hethiter- und der Römerzeit. Das Hasan Süzer-Haus aus der Jahrhundert wende ist heute ein ethnologisches Museum. Die traditionellen Arbeiten der Kupferschmiede und Tischler - letztere sind spezialisiert auf Möbel mit Perlmuttintarsien - sind landesweit bekannt und beliebt.

Leckerbissen aus Gaziantep sind "Lahmacun", ein überbackener Teigfladen mit scharf gewürztem Hackfleisch und Kräutern, und "Baklava", eine Nachspeise aus Blätterteig mit Honig, Pistazien oder Nüssen.

Westlich von Gaziantep liegt der Dülük -Wald mit einem Campingplatz. Im Waldgebiet wurden prähistorische Siedlungsspuren gefunden. Eine Bildhauerschule der Hethither befand sich in Yesemek, wo an die 200 hethitische Werke gefunden wurden.

An der syrischen Grenze am Ufer des Firat liegt Kargamis, eine der letzten großen Hethitersiedlungen und wichtige archäologische Grabungsstätte. Die Funde einschließlich der großen Reliefs stehen im Ankaraner Museum für anatolische Zivilisationen.

Die Ruinen von Bellas (Zeugma) liegen im Kreis Nizip. Die Burg sieht heute wie ein großer Hügel aus. Die römischen Mosaike von Zeugma sind sehenswert.



Flächenmaß: 7.642km²

Einwohnerzahl: 1.140.594 (1990)

Straßenverkehrsnummer der Stadt: 27

Landkreise: Gaziantep (merkez), Araban, Islahiye, Karkamis, Nizip, Oguzeli, Nurdagi, Sahinbey, Sehit Kamil, Yavuzeli.

Interessante Plätze: Die Walderholunsstaette von Düllükbaba, die Tumulusen von Zincirli, Gedikli, Tilmen, Kiriskal und Sakçagözü (Sakçagöze), die Staedteruinen von Altertum von Dolikhe (Dülük), Kuzeyne, Korus, Belkis und Karkamis (Kargamis), die Skulpturen von Yesemek, die Burgen von Gaziantep, Tilbagar, Rumkale, Karacaören und Ravunda, die Moscheen von Ömeriye, Boyaci (Kadi Kemaleddin) Eyüpoglu, Esenbek (Ihsan Bey), Ali Nacar (Annacar), Ali Dola (Ala'üd Devle), Tahtali, Aga, Hundaliye, Alaybey, Seyh Fethullah, Sirvani (Iki Serefeli), Akcurun, Canbolat Bey, Seyh,Seyhler, Hindioglu und Çalik, die Medresse von Ramazaniye (Ahmed Çelebi), die Karawansereien von Seker, Pascha, Higva, Emir Ali, Millet, Kürkçü und Belediye, die Zincirli- und Kemikli- Basars, die Badehaeuser von Eski, Pascha, Sih, Pazar, Naip, Tabak, Hoca, Hasan Bey und Tuglu, das Seyh Abdullah Efendi-Derwischkloster, die Brücken von Debbaghane, Aynülleben, Yazicik, Babilke und IV. Murad, das Gaziantep- Museum.