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WER IST NASREDDIN HODJA? |

Das Kessel gebar
Hodja lieh sich von seinen Nachbarn einen großen Kochtopf aus. Ein paar Tage später, brachte Hodja
ihm den Kochtopf zurück, aber mit einem andern Topf zusammen. Bevor der Nachbar sie nahm, fragte er erstaunt: "Was ist mit diesem kleinen Topf ?" Hodja: " Dein Kochtopf gebar ihn. Gratuliere !" Der
Nachbar war natürlich sehr zufrieden.
Nach einer Woche bat der Hodja noch einmal von ihm um den Kochtopf. Er lieh ihn gern, mit der Hoffnung auf ein neues "Kind". Viele Tage waren vergangen und der Nachbar
hörte weder vom Hodja noch vom Kochtopf. Schließlich verlor er die Geduld und ging zu Hodja's Wohnung :
"Hodja, wo ist denn mein Kochtopf ? Ich brauch ihn ja auch..”.
Hodja antwortete ihn bedauerlich: "
Es tut mir Leid, Nachbar, dein Kopftoch ist gestern Abend gestorben. Der Nachbar war nervös: " Ah wo Hodja, das kann doch nicht wahr sein. Stirbt überhaupt ein Kochtopf?”
Der Hodja schrie ihn an:
“Kerl ! Du hast ja geglaubt, daß er geboren wurde, nun willst du nicht glauben, daß er gestorben ist !..”
Zu Hause vergessener Kopf
Der Hodja lieh jemanden Geld. Der Mann aber zahlte seine Schulden nicht. Der Hodja fühlte sich
gezwungen, zur Wohnung des Mannes zu gehen um sein Geld zu verlagen. Aber jedes Mal kam die Frau vom Mann zu Tür und sagte: "Mein Mann ist nicht zu Hause." So kehrte der Hodja wohl oder übel wieder zurück.
Eines Tages ging Hodja nochmal dorthin und sah den Mann am Fenster. Er klopfte an die Tür. Die Frau an der Tür wiederholte die ewige Leier: " Mein Mann ist nicht zu
Hause."
Der Hodja riet wütend der Frau: |
Wenn es ein Kürbis wäre
Eines Tages geht Nasreddin Hodja ins Freie, um ein bisschen frische Luft zu schnappen und
vom täglichen Streß der Stadt fern zubleiben. Er lief lange spazieren und schließlich wurde er müde. Es war eine drückende Hitze an diesem Tag. Er setze sich in den Schatten eines Nußbaumes. Er stützte sich
mit dem Rücken an den Baum und streckte sich die Beine aus. So sah er gegenüber ein Kürbisfeld. In diesem Moment, dachte er dahin und philosophierte: “Sicher Gott ist mächtig. Man darf nicht die Nase in
Gottes Werke stecken, aber ich glaube, das ist ein Irrtum. Guck mal diese Kürbispflanze: Ihre Frucht ist so groß aber die Äste sind so dünn, die sie tragen müssen. Dieser Baum ist aber das Gegenteil .Er ist
so groß und so stark aber trägt nur kleine Walnüsse. Es wäre besser, wenn es umgekehrt erschaffen würde...” Während der Hodja so überlegte, fällt plötzlich eine Walnuss vom Baum auf seinen Kopf. Das
tat ihm natürlich weh. Im Nu wachte Hodja auf und fing mit dem Bußgelöbnis
an:
“O mein Gott, verzeih mir. Sicher, du weißt alles besser . Es war dummes Zeug , was ich eben gedacht habe. Was wäre mit mir geschehen, wenn auf dem Baum ein Kürbis gewesen wäre...?”
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