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Rettung des Mondes
Zur Zeit unseres Hodja’s war die Wasserleitung im Haus natürlich unbekannt. Bei Bedarf mußten sich die Leute das Wasser aus dem Ziehbrunnen holen. In einer Nacht ging Hodja in seinen Garten, um Wasser für seine Gebetsvorwäsche zu besorgen. Als er in den Brunnen schaute, sah er den Mond im Wasser, der sich darin spielgelte. Er dachte: ”Um Gottes Willen, der arme Mond, der von jeher der Menschheit diente, ist in den Brunnen gefallen. Ich muß irgendetwas unternehmen.” Im Nu nahm er einen Seil mit einem Haken und ließ ihn hinunter. Er zog das Seil wieder hoch. Aber es lief schief, denn der Haken blieb an einem Stein hängen. Der Hodja glaubte, daß der Mond so schwer wäre, und zog das Seil kraftvoller hoch. Das Seil, das schon veraltet war, hielt diese Spannung nicht mehr aus und riss plötzlich ab. So fiel der Hodja auf seinen Rücken, und sein Blick richtete sich in den Himmel. Er sah nun den Mond am Horizont leuchtend. Er war erleichtert und sprach liegend: ”Gott sei dank! Es hat mich viel Mühe gekostet, aber ich habe endlich den armen Mond gerettet.”
WER IST DER STRASSENVERKÄUFER?
Einer von seinen Freunden empfiehlt dem Hodja Essiggemüse zu verkaufen. Der Hodja kam zur Überzeugung , das ein solches Geschäft zu Stande kommen könne und entschloß sich das zu tun. Er kaufte Fässer, einen Esel und viele Werkzeuge bei einem ehemaligen Essiggemüseverkäufer. Am nächsten Tag füllte er das Essiggemüse in die Fässer ein und lud sie auf den Esel und fing mit seinem Geschäft an. Wie in zu seiner Zeit üblich war, sollte er von Straße zu Straße laufen und “Essiggemüse” rufen. Als er in eine Gasse kam, machte er seinen Mund auf um zu rufen. Aber im gleichen Moment schrie sein Esel laut auf. Er ging eine Weile und erreichte eine andere Straße und wollte wieder “Essiggemüse” ausrufen. Wieder iate der Esel laut. Der schluckte seine Worte herunter. Er lief weiter bis zum Marktplatz und dachte, daß das der richtige Platz sei, die Aufmerksamkeit der Leute auf sein Essiggemüse zu lenken. Ehe er ausrufen wollte, schrie sein Esel nochmal. “Jetzt ist es aber genug” sagte er und schrie den Esel an : “Wer soll hier eigentlich das Essiggemüse verkaufen? Du oder ich?!”
Aksehirsee wird zu Joghurtsee
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Ein Bett für Vier
Hodja’s arme Frau war gestorben. Einige Zeit später heiratete Nasreddin eine Witwe. Schon am ersten Abend fing die neue Frau an von ihrem verstorbenen Mann zu sprechen. Diese geschah jeden Abend. Zuerst drückte Hodja ein Auge zu, aber bald konnte er es allmählich nicht mehr ertragen. Dann erzählte Hodja auch von seiner verstrobenen Frau, damit dachte er, so höre die Frau endlich auf. Das nützte auch nichts. Eines Abend im Bett begann die Frau mit dem Reden: “Ach mein Mann war so schön, so strark...” Im Nu warf Hodja mit einem Fußtritt die Frau aus dem Bett. Die Frau, die nicht begriffen hatte, fragte Hodja: ”Effendi, warum hast du mich geschlagen, was habe ich dir angetan”? Der Hodja: “O Frau . denk ein bisschen gerecht und einfach: Du und dein verstrobener Mann, ich und meine verstorbene Frau ! Wie können denn vier Personen in dieses enge Bett hineinpassen?”
Hodja und der Müller
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Saft des Saftes
Ein Jäger brachte Hodja einen Feldhasen als Geschenk. Hodja's Frau kochte sie und sie aßen es am
Abens zusammen. Irgendwann in der Woche wurde an der Tür geklopft. Hodja machte die Tür auf ; ein Fremder stand vor der Tür. Hodja fragte ihn: “Wer bist du und was willst du?” |