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Wir glauben also, daß die Menschen für all ihre Taten nach
dem Tode Rechenschaft ablegen werden. Wer in dieser Welt die Gebote Allah
befolgt, dem verspricht Allah ein unendlich langes Leben im Paradies, und
wer sie nicht befolgt, der wird ein unendlich langes Leben in der Hölle
verbringen. Das sind die Grundgedanken des Islam.
Der Islam will eine Regelung schaffen, in der alle Bereiche des täglichen Lebens berücksichtigt sind und sich darüber hinaus im Einklang miteinander befinden. Die Quelle dieser Regelungen sind in erster Linie der Quran, das Wort Gottes und in zweiter Linie das Beispiel des Propheten, als gehorsamer Diener Allahs. Die religiösen Pflichten für jeden erwachsenen und gesunden Muslim wurden von Rasulullah, dem Gesandten und Diener Gottes wie folgt erklärt:
1. Das Glaubensbekenntnis zu sprechen.
Durch den Glauben daran und das Aussprechen des zuvor erwähnten
Glaubensbekenntnisses "Ich bezeuge, daß es nur einen Gott gibt, ich
bezeuge, daß Muhammad Sein Gesandter ist" wird ein Mensch Moslem.
Dies ist gleichzeitig die erste Pflicht eines jeden Moslems.
2. Das tägliche 5-malige Gebet zu verrichten.
Morgengebet, Mittagsgebet, Gemeinschaftsgebet am Freitag mit einer
"Predigt". Nachmittagsgebet Abendgebet Nachtgebet Die Voraussetzung ist
die rituelle Reinheit des Körpers und der Seele und die jeweilige
Absichtserklärung, welche bei jeder gottes-dienstlichen Hand-lung
wesentliche Bedingung ist.
3. Zakat zu entrichten.
Zakat: (wachsen, läutern) Jene Gruppe der Muslime, welche mehr
als ein gewisses Existenz-minimum besitzt, ist verpflichtet ca. 2 1/2 %
von ihrem Vermögen (1 Nisaab: ca.93,3 g Gold, 653 g Silber) zugunsten
jener Gruppe zu bezahlen, welche kein Vermögen, dieses Existenzminimum
überschreitend, besitzt. Dies stellt nicht nur einen Faktor im sozialen
System des Islam dar, sondern ist gleichzeitig ein Mittel zur seelischen
Läuterung des Menschen, da diese Steuer allein aus dem Glauben an
Gott bezahlt werden soll.
4. Das Fasten einzuhalten.
Das vorgeschriebene islamische Fasten im Monat Ramadhan gibt den Gläubigen
nicht nur ein Mittel zur Erreichung des Wohlgefallens Gottes in die Hand,
sondern gleichzeitig ein Mittel zur Erlangung von Selbstbeherrschung, denn
das islamische Fasten bedeutet die absolute Enthaltsamkeit des gesunden,
erwachsenen Muslims, von Essen, Trinken, Tabakgenuß und ehelichem
Verkehr vom ersten Licht des Tages bis zum Sonnenuntergang. Ausgenommen
davon sind: Kranke und Reisende und stillende Mütter.
5. Die Pilgerfahrt nach Mekka zu unternehmen.
Hadsch (Hinwendung, Beherrschung (des "Ich")). Jeder Moslem, der gesundheitlich
und finanziell in der Lage ist, die Fahrt nach Mekka und Umgebung zu vollbringen,
ist mindestens 1 Mal im Leben dazu verpflichtet. Die Pilger müssen
sich an bestimmten Kalendertagen in Mekka und Umgebung versammeln und gewisse
Rituale durchführen. Wie zum Beispiel:
7- maliges Umschreiten der Kaaba. 7- maliges Eilen zwischen den Hügeln
Safa und Marwa. Stehen und Nächtigung auf der Ebene Arafat. Opfern
im Gedenken an das Ur-Opfer Abrahams.
(Arafat: Ist der Überlieferung nach der Begegnungsort von Adam
und Eva nach ihrer Vertreibung aus dem Paradies. Ort der Reue und des sich
Wiederbekennens zu Allah, der diese Reue auch annahm. Da der Allbarmherzige
Gott, jedem aufrichtig darum Bittenden, Verzeihung gewährt, gibt es
im Islam kein Verständnis für so etwas wie "Erbschuld" und daher
auch nicht für das erforderliche Auftreten eines menschlichen "Lamm
Gottes", das hinwegnimmt die Sünden der Welt.) (Safah und Marwah:
Physisches Gedenken der Geschichte von Abrahams zweiter Frau Hagar und
seines erstgeborenen Sohnes Ismail und deren wunderbaren Errettung vor
dem Verdursten durch das Erstehen des Quellbrunnens Zamzam.) Verwirklichung
des Ideals wahrer und echter islamischer Bruderschaft und Gleichheit im
Wesen - als Diener Gottes.
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