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Anatolien war im Laufe der Geschichte der Entstehungsort für viele Zivilisationen. Obwohl es nicht so fortgeschritten wie Ägypten oder Mesopotamien war, waren die Hatti, die eine von Präfixen durchzogene Sprache verwendeten, nichtsdestotrotz eine der fortgeschritteneren Gesellschaften ihres Zeitalters (3000 bis 2000 v. Chr.) Die im Ankara-Museum für Anatolische Zivilisationen ausgestellten Exponate stellen neben dem Urschatz des Britischen Museums die hervorragendste Bronzezeit-Sammlung der Welt dar. Die Ankara-Sammlung, die auf die Periode zwischen 2000 - 1900 v. Chr. datiert ist, kommt aus tumuli in Alacahoyuk, Horoztepe und Mahmatlar, und umfasst Artefakte in Goldsilber, Bronze und Keramik Ein Vorposten gegen die Invasion aus dem Balkan: Troja
Migration der indoeuropäischen
Völker nach Anatolien
Das Reich der Hethiter (1660-1190 v Chr.)
Das Ilium von Homers Ilias Als die Hethiter sich in Zentralanatolien niederließen, erblühte ein anderes Volk in der Region von Canakkale bei Troja VI, welche heute eine der schönsten Ruinen in der Türkei beherbergt, mit einer bis zu vier Metern Höhe erhaltenen Stadtmauer und einer Zahl von gut erhaltenen Megaron-Häusern. Das Ilium von König Priamos in Homers Erzählung entspricht der Schicht VIh (1325 - 1275 v. Chr.) und wurde bei einem Erdbeben zerstört, während die Stadt, die von den Achäern erobert wurde, Troja VIIe (1275 - 1240/1200 v. Chr.) war. Als Troja VIh bei einem Erdbeben im Jahre 1275 v. Chr. zerstört wurde, gefolgt von einer Plünderung von Troja VIIa im Jahre 1240/1200, wurde ein standhafter Vorposten gegen Einfälle aus dem Nordwesten, der 2000 Jahre dort gestanden hatte, beseitigt. Und in der Tat ist die handgearbeitete Töpferware, die in Troja VIIb2 (1240 - 1190 v. Chr.) - wie die Buckelkeramik-Töpfe (VIIb2 (1190 - 110) - entdeckt wurde, balkanischen Ursprungs. Nachdem Troja im Jahre 1200 erobert wurde, haben die Balkanvölker weiterhin in verschiedenen Wellen Anatolien besetzt; um 1190 zerstörten sie die hethitische Hauptstadt Hattusas und drangen südlich bis zur assyrischen Grenze vor. Zivilisationen, die die Hellener
beeinflußten: In den Regionen Südost- und Ostanatoliens, die nicht sehr von den Migrationen der Balkan-Völker betroffen zu sein schienen, haben das späte Hethitische Fürstentum (1200 - 700 v. Chr.) sowie das Urartu-Königreich (860-580 v. Chr.) ein hohes Kulturniveau hervorgebracht. Im 8. Jahrhundert v. Chr. kamen die Hellenen mit dem reichen zweitausend Jahre alten Erbe von Mesopotamien auf Vermittlung des in Südostanatolien gelegenen, späten hethitischen Fürstentums in Kontakt. Die Hellenen eigneten sich das phönizische Alphabet von Al Mina, die Mythologie und gegenständliche Kunst, die wir bei Homer und Hesiod sehen, an, und zwar von solch alten späten hethitischen Städten wie Kargamish und Malatya. Der Helm eines Hellenen im 8. Jahrhundert zusammen mit seinem Schild, verschiedenen Gürteln und Haartrachten, waren wie diejenigen der Hethiter. Die hellenische gegenständliche und dekorative Kunst des 8. und 7. Jahrhunderts folgte dem Stil der Hethiter und deren Ikonographie. Obwohl die Urartus in ihrer Kunst stark vom Beispiel der Assyrer und späten Hethiter beeinflusst waren, produzierten sie hervorragende Artefakte, die sie nach Hellas und in etruskische Städte exportierten.
Drei faszinierene anatolische Völker: Die Lydier und Lykier haben Sprachen gesprochen, die grundsätzlich zu den indoeuropäischen Sprachen gehören, aber beide Sprachen hatten sich vor der hethitischen und hellenischen Periode nicht-indoeuropäische Elemente angeeignet. Beide Alphabete ähnelten stark dem der Hellenen. Während der Regierung des Creosus, der für seinen Wohlstand (575 - 545 v. Chr.) bekannt war, war die lydische Hauptstadt der Sarden eine der glanzvollsten Städte der Alten Welt.
Die archäologischen Funde, die sich durch alle drei Kulturen ziehen, zeigen einen starken hellenischen Einfluß. Von den dreien haben die Lykier am besten ihren eigenen Charakter bewahrt. Ihre Monumente, die aus Felsen herausgeschlagen wurden, gehören zu den interessantesten Kunstwerken im alten Anatolien. Die ionische Zivilisation (1050 - 1030 v. Chr.) Nach der Zerstörung von Troja bauten die Hellener Städte entlang der westanatolischen Küste auf. Im 9. Jhrdt. v. Chr. schufen sie das erste Meisterwerk westlicher Zivilisation, die Ilias von Homer. Während der Epoche der Naturphilosophen, d.h. zwischen 600 - 545 v. Chr., hatte die anatolische Kultur eine Glanzzeit erreicht, die in der damaligen Welt nicht ihresgleichen hatte und die auch über diejenige von Ägypten und Mesopotamien hinausging. Die Naturphilosophen lehnten die Idee der Djinns, Feen und mythologischen Ursachen ab und erforschten die Naturphänomene mit einem freien Geist. Thales, der Sohn des Kariers Hexamyes, der damals die selbe Methode benutzte, wie wir sie heute benutzen würden, sagte eine Sonnenfinsternis für den 28. Mai im Jahre 585 v. Chr. voraus. Dies war die erste Voraussage eines Naturereignisses in der Geschichte. Während der Besetzung der Perser (545-333 v. Chr. ) hat Anatolien seinen Führungsanspruch verloren, gewann diesen jedoch im hellenistischen Zeitalter (333-30 v. Chr.) wieder. |