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Tabelarisch

Name Republik Türkei, Türkiye Cumhuriyeti
Flagge Rot mit weißem Halbmond und Stern
Amtssprache Türkisch
Hauptstadt Ankara Ankara
Staatsform Parlamentarische Demokratie
Währung Türkische Lira = 100 Kurus
Fläche 774.815 qt/km
Einwohner 63 Millionen (Schätzung)
Zahl der Haushalte 11.188.636
Bevölkerungsdichte 73/qt/km
Bevölkerungswachstum 2,17%
Verwaltungseinheiten 80 Provinzen, 892 Kreise
Religionszugehörigkeit 99% Moslems
Durchschnittliches Heiratsalter von Männern 24,70 Jahre
Durchschnittliches Heiratsalter von Frauen 21,80 Jahre
Analphabetenrate 22%
Anzahl der Krankenhäuser 961
Anzahl der Ärzte 50.639
Anzahl der Industriebetriebe 11.206
Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge 4.380.063
Wichtige Industriezweige Textilindustrie, Investitionsgüter-industrie, Lebensmittelindustrie, Lederindustrie, Eisen- und Stahl- Industrie
Wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse Weizen, Tee, Haselnüsse, Baumwolle, Tomaten, Zitrusfrüchte, Gemüse, Wassermelonen, Schaf- und Ziegen-Zucht


Quelle : Nachbar Türkei - kiara., Frankfurter Allgemeine, 1997

Angrenzende Länder Länge der Landesgrenzen
Griechenland 212 km
Bulgarien 269 km
Syrien 877 km
Irak 331 km
Iran 454 km
Armenien 302 km
Georgien 308 km
Gesamt: 2.753 km

Regionen und Verwaltung

Unter Berücksichtigung der landschaftlichen Gegebenheiten läßt sich die Türkei in sieben Regionen einteilen. Es handelt sich dabei um die Marmararegion einschließlich Thrakien, die Ägäisregion, die Mittelmeerregion, die Schwarzmeerregion, Zentralanatolien, Ostanatolien und Südostanatolien.

Verwaltungsrechtlich wird die Türkei in insgesamt 76 Provinzen, "Il" eingeteilt. Die Provinz trägt dabei meist den Namen der Provinzhauptstadt. Diese ist gleichzusetzen mit dem wirtschaftlichen Zentrum dieses Gebietes. Den Provinzen sind jeweils Nummern zugeordnet. Die Numerierung wird entsprechend der alphabetischen Reihenfolge der Provinznamen vorgenommen. So kommt es, daß die Provinz Adana die Nummer 01 trägt. Diese Zahl findet sich auch auf türkischen Autokennzeichen. Da es früher nur 68 Provinzen gab, tragen die später gegründeten Provinzen die Nummern ab 69. Die zuletzt ausgewiesenen Provinzen sind Ardahan, Bardin und Igdir. Die 76 Provinzen sind dann noch einmal in insgesamt 892 Kreise, Ilçe untergliedert.

Die Amtssprache ist Türkisch. Die offizielle Währung ist die Türkische Lira. Eine Türkische Lira wird in 100 Kurus eingeteilt. Der Kurus ist aufgrund der hohen Inflation in den letzten Jahren allerdings bedeutungslos geworden.




Bevölkerung

Seit der Staatsgründung im Jahre 1923 ist die türkische Bevölkerung stark angewachsen. Damals lebten gerade einmal 12 Millionen Menschen in der Türkei. Die erste offizielle Volkszählung von 1927 ergab eine Wohnbevölkerung von 13,7 Millionen Personen. Im Jahre 1965 waren es dann aber schon 31 Millionen Einwohner.

Der letzte Zensus von 1990 ergab 56,4 Millionen Bewohner. Davon waren 28,6 Millionen männliche und 27,9 Millionen weiblich. Somit hatten Männer einen Bevölkerungsanteil von 50,6 Prozent und F rauen einen Anteil von 49,4 Prozent. Gegenüber dem Wert von 1965 hat sich die Bevölkerung bis zum Jahre 1995 auf geschätzte 63 Millionen Personen verdoppelt. Das durchschnittliche Bevölkerungswachstum beträgt zur Zeit 2,17 Prozent. Zum Vergleich hat Irland als das Land mit höchsten Wachstumsrate in der EU nur ein jährliches Bevölkerungswachstum von 0,5 Prozent. Bis zum Jahr 2000 wir die Bevölkerung in der Türkei noch einmal um 5 Millionen Menschen wachsen.

Die Türkei ist ein Land mit einem hohen Anteil an Jugendlichen. Daran ändert auch das Ansteigen des Durchschnittsalters der türkischen Bevölkerung seit 1970 von 18,95 auf 22,21 Jahre in 1990 nicht viel. Knapp 20 Millionen Menschen sind unter 14 Jahre alt. In der Bundesrepublik Deutschland gab es 1993 bei einer Gesamtbevölkerung von 81 Millionen weniger als 13 Millionen Jugendliche im Alter bis 14 Jahre.




Städte
Städte haben Verwaltungsfunktion

In der Türkei werden alle Siedlungen mit Verwaltungsfunktionen als Stadt bezeichnet. Die Bezeichnung Stadt ist also von Größenkriterien unabhängig. Die Städte haben vor allem Dienstleistungs- und Marktfunktion. Ein Basar, pazar, ist in vielen türkischen Städten zu finden. Es besteht auch eine enge Verbindung zum ländlichen Umland. Oft wird in der Stadt das in den Fabriken und Betrieben verarbeitet, was das Umland als Ertrag abwirft. Die können neben den vielfältigen landwirtschaftlichen Produkten auch Bodenschätze sein.

Die meisten Provinzhauptstädte haben eine über 600 jährige Tradition. Sie waren schon zu osmanischen Zeiten wichtige regionale und überregionale Zentren. Nur wenige der Provinzhauptstädte sind Neugründungen dieses Jahrhunderts. Dazu gehört zum Beispiel Adapazari, die Hauptstadt der Provinz Sakarya. Diese Stadt in der Schwarzmeerregion wurde durch die landwirtschaftliche Erschließung so wichtig, daß sie aus der Provinz Kocaeli mit der Hauptstadt Izmit ausgegliedert wurde. Auch Zonguldak, die Hafenstadt am Schwarzen Meer, sowie Utak und Sinop sind sehr junge Provinzhauptstädte.




Wachstum der Städte
Seit dem Zweiten Weltkrieg hat die Landflucht immer weiter zugenommen. Die Menschen zieht es in die Ballungsräume, weil sie sich dort bessere Lebensbedingungen und vor allem Arbeitsplätze erhoffen. Bei der Volkszählung im Jahre 1950 lebten nur 24 Prozent der Bevölkerung in den Städten mit mehr als 10.000 Einwohnern. 20 Jahre später hat sich dieser Wert schon auf 38,5 Prozent erhöht. Im Jahre 1985 wohnten dann mehr als die Hälfte der Bevölkerung der Türkei in Städten mit dieser Größe. Im Jahre 1959 waren es 59 Prozent.

Die Landbevölkerung nahm zwischen 1965 und 1985 um 0,8 Prozentpunkte pro Jahr zu. Dagegen stieg der Anteil der Personen, die in der Stadt wohnen, um 4,8 Prozent. Im gleichen Zeitraum hat sich auch die Zahl der 100.000-Einwohner-Städte um 21 erhöht. Sie stieg nämlich von 14 auf 35. Bei den Städten mit mehr als 250.000 Einwohnern ist die Zahl der Bewohner von 3,4 Millionen im Jahr 1965 auf 12,8 Millionen im Jahr 1985 angewachsen. Sie hat sich also fast vervierfacht.




Die großen Städte
Die größte Stadt der Türkei und das wirtschaftliche Zentrum ist Istanbul. Aufgrund der Lage am Bosporus und dem Übergang von Europa nach Asien wird sie auch oft als "Tor zu Asien" bezeichnet. 1990 wohnten dort 6,7 Millionen Einwohner. Dies waren damals 11,7 Prozent der Gesamtbevölkerung. In den fünf Jahren davor gab es eine Zunahme von fast 21 Prozent oder 1,14 Millionen Menschen.

Die zweitgrößte Stadt und die Hauptstadt der Türkei ist Ankara. Dieses zentral gelegene politische Zentrum hatte zum Zeitpunkt der Volkszählung 2,8 Millionen Einwohner. Hier betrug die Zuwanderung von 1985 bis 1990 mit 324.000 Personen 14,5 Prozent. In Izmir und Adana war der Zuwachs noch größer. Der Bevölkerungszuwachs lag hier bei je 18 Prozent. Spitzenreiter unter den Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern ist Bursa. Hier nahm die Einwohnerzahl um 36,3 Prozent auf 834.000 Personen zu.



Landschaft, Klima und Vegetation

Die Landschaft in der Türkei ist meist gebirgig. Die durchschnittliche Höhe des anatolischen Hochlandes beträgt zwischen 900 und 1.100 m. Nur einzelne vulkanische Gebirgszüge überragen die Steppen. Anatolien ist eingeschlossen von den Bergketten des Pontus im Norden und des Taurus im Süden. In Richtung Westen geht das Land in die buchtenreiche Ägäisregion über. Ganz im Osten der türkischen Republik laufen die Berge des pontischen Gebirges und des Taurus in Ostanatolien zusammen. Die Gegend wird von einzelnen erloschenen Vulkankegeln überragt. Auch der höchste Berg der Türkei, der Ararat, Agri dagi ist hier zu finden. Schon beim Bau von Häusern in den geologisch besonders gefährdeten Gebieten wird die latente Erdbebengefahr berücksichtigt. So gibt es in der Gegend um Bolu einen Holzhaustyp, dessen Fundament auf lose Steine gebaut wird. Dadurch wird bei Erdstößen ein Ausgleich geschaffen. Die Erschütterung überträgt sich nur in abgeschwächter Form auf das Haus. Die Universität von Erzurum ist ebenfalls nach diesem Prinzip erbaut worden. Von Ostanatolien aus ziehen sich auch mehrere Erdbebenlinien bis in den Westen der Türkei. Ein Indiz dafür sind die in vielen Teilen der Türkei aus dem Boden tretenden Thermal- und Minaralquellen. Es kommt immer wieder zu starken Beben mit schweren Folgen. Denn 95 % der türkischen Bevölkerung leben in Erdbebenzonen. Das schwerste Erdbeben in der Neuzeit gab es 1939. Dort kamen 40.000 Menschen ums Leben. Bei einem starken Beben in der Osttürkei bei Erzican, etwa 120 km südlich von Trabzon, gab es 1991 über 1.000 Tote. Die Stadt wurde auch bei dem Erdbeben 1939 völlig zerstört.

Klimatisch gesehen ergibt die Türkei kein einheitliches Bild. Der Norden ist von feuchtwarmem Klima geprägt. Es ist das regenreichste Gebiet der Türkei. Zentralanatolien liegt im Regenschatten von Pontus und Taurus. Die Sommer sind sehr heiß und die Winter sehr kalt. An der Ägäis und an der Mittelmeerküste herrscht mediterranes Klima. Das heißt, daß die Niederschläge hauptsächlich im Winter fallen.

Entsprechend den klimatischen Bedingungen ist auch die Vegetation in den einzelnen Gebieten der Türkei unterschiedlich. So ist in den Küstenregionen Mittelmeervegetation zu finden. Im Inneren Anatoliens dominieren weitläufige Steppen. Geschlossene Waldflächen sind hauptsächlich noch an der Nordküste im Pontus zu finden. Aufgrund der Lage setzt sich die Tierwelt der Türkei aus europäischen, asiatischen und afrikanischen Tieren zusammen. Neben den mehr als 70 Reptilienarten kommen auch das Wildschwein und der Leopard vor. Zur Erhaltung der Tier- und Pflanzenwelt sind zur Zeit 10 Küstenschutzgebiete, 18 Naturschutzgebiete und 19 Nationalparks ausgewiesen.



Fläche und Grenzen

Die türkische Republik erstreckt sich über zwei Kontinente: Europa und Asien. Mit einer Landfläche von 774.815 qt/km ist sie gut zweimal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Davon liegen 23.764 qt/km, also etwa 3 Prozent, auf europäischer Seite. Dies entspricht der Größe Hessens. Die restlichen 97 Prozent liegen in Asien, genauer gesagt in Anatolien. Der europäische und der asiatische Teil werden von den Meeresengen des Bosporus und der Dardanellen sowie vom Marmarameer getrennt. Die Türkei erstreckt sich zwischen dem 36. und 42. Breitengrad. Dies entspricht der Lage von Korea oder der iberischen Halbinsel mit Spanien und Portugal.

Die türkische Republik hat in Europa Landesgrenzen zu Griechenland und Bulgarien. In Asien grenzt sie an Syrien, Irak, Iran, Armenien und Georgien. Über die Exklave Nadschiwan ist sie auch mit Aserdaidschan verbunden. Die Gesamtlänge der Landesgrenzen beträgt damit 2.753 km. Dazu kommen Seegrenzen mit einer Länge von 8.333 km. Die Türkei ist also zum Großteil von Wasser umgeben. So wird sie im Norden vom Schwarzen Meer umrahmt Im Westen und Süden bilden das Marmarameer, die Ägäis und das Mittelmeer natürliche Grenzen.